Prof. Dr. med. Bruch
Dr. med. Linck
Dr. med. Buschmann

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Komplementäre Onkologie

Komplementäre Onkologie *

Komplementär, das heißt ergänzend zur Anti-Tumortherapie mit Operation, Bestrahlung, Chemotherapie, können zur Verbesserung der Lebensqualität und Linderung von Beschwerden bei vielen Patienten folgende Verfahren vom Patienten selbst aktiv beigetragen werden:

Misteltherapie:
Mistellektine wirken immunmodulierend und können die Lebensqualität von Tumorpatienten während und nach der spezifischen Tumortherapie deutlich und meßbar verbessern. Patienten können die Selbstinjektion unter die Haut in der Regel 2-3x wöchentlich erlernen und selbst durchführen. Die Behandlung ist gerechtfertigt additiv zu einer Hormon- oder Chemotherapie und bei inkurablen Tumoren. Bluterkrankungen (wie Leukämien und Lymphome), aber auch einzelne immunogene Tumoren sollten nicht mit Mistelpräparaten behandelt werden.

Thymustherapie
Eiweißgemische aus der Thymus, Gebärmutter, Leber und Milz von Kälbern und Schweinen (Fremdeiweiße) können zur Unterstützung des Immunsystems in Verbindung mit einer Chemotherapie eingesetzt werden.

Enzymtherapie:
Enzyme sind Eiweißgemische, die durch Beeinflussung von Entzündung, Botenstoff-Haushalt und Anhaftung von Zellen die unerwünschten Wirkungen von Tumortherapie abmildern. Eine Linderung von Schwellneigungen (Lymphödem) und eine zusätzliche Anti-Tumorwirkung wurden beschrieben.

Vitamintherapie und Antioxidantientherapie:
Vitamine und Spurenelemente können die natürliche Abwehr des Körpers stärken. Antioxidantien wie die Vitamine A, C und E sowie das Spurenelement Selen schützen die Körperzellen vor den schädigenden Einflüssen freier Radikale. Unter einer Chemo- und Strahlentherapie ist der Bedarf an einzelnen Vitaminen und Spurenelemente deutlich erhöht.

Hyperthermie
Die Erwärmung des Ganzkörpers oder einzelner Organe auf Temperaturen über 41,5 Grad Celsius kann die Wirkung von Strahlen- und Chemotherapie verstärken. Die Hyperthermie bewirkt eine vorübergehende oder dauerhafte Zerstörung von Eiweißen. Mit zusätzlicher Übersäuerung und Sauerstoffentzug sind während Hyperthermie teilweise auch resistente Zellen für Strahlen- und Chemotherapie empfindlich zu machen.

Sauerstoffmehrschritt-Therapie nach Ardenne

Die Zufuhr von hochangereichertem, ionisiereten Sauerstoff kombiniert mit Antioxidantien und körperliche Bewegung führt zu einer Erweiterung von kleinsten Gefässen mit der Folge der Besserung der Durchblutung. Hierdurch können die Wirkungsamkeit der Medikamente vor Ort verstärkt und gleichzeitig unerwünschte Wirkungen der Tumortherapie wie Müdigkeit, Schwäche und Infektanfälligkeit abgemildert werden

* Hierbei handelt es sich um Individuelle Gesundheitsleistungen (IGEL), lassen Sie sich über Anwendung und Kosten individuell beraten.