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Zytostatische Chemotherapie: Chemotherapie im engeren Sinne, die zellabtötende Substanzen (Zytostatika) bei vielen Blut- und Krebserkrankungen verwendet. Die Therapie erfolgt über die Vene (systemisch), lokal (in eine Körperhöhle oder gezielt in ein befallenes Organ „loko-regionär“), über die Leisten- oder Brustkorbader (intraarteriell). Sie kann als alleiniges Verfahren (häufig bei Blut und Lymphdrüsenerkrankungen) oder in Kombination mit anderen Verfahren wie Operation oder Bestrahlung erfolgen. Sie kann dabei vor einem geplanten Eingriff wie Operation oder Bestrahlung (neoadjuvant) oder als Nachbehandlung (adjuvant) eingesetzt werden.
Hormontherapie: Wachstumshemmung mit Antihormonen bei hormonabhängigen Tumoren wie Brust- und Prostatakrebs.
Immuntherapie: Gabe von Antikörpern (wie Herceptin, MabThera), Botenstoffe (wie Interferon, Proleukin), Signalübermittlungshemmern (wie Glivec, Iressa) zur Beeinflussung des Immunsystems bei bisher wenigen Erkrankungen wie Brustkrebs, Lymphknotenkrebs, CML, im Experimentalstadium Lungenkrebs.
Unsere Therapieverfahren in der Tumortheraoie zielen in erster Linie darauf ab kurativ d.h. heilend zu wirken. Ist dieses nicht möglich so muss die Therapie eine palliative Zielsetzung haben. Palliativ bedeutet hierbei, daß einerseits Leiden vermindert und möglichst die Lebenserwartung des Kranken verlängert wird.
Zur Vermeidung und Behandlung von unerwünschten Wirkungen stehen heute wirksame Verfahren und Medikamente zur Verfügung wie Antiemetika gegen Übelkeit und Erbrechen, Antibiotika bei Fieber und Infekten, Antidiarrhoika bei Durchfall, Schleimhautschutz vor Mundentzündung, Kühlkappentherapie und Scheduling zur Verminderung von Haarverlust.
Die Chemotherapie wird im Regelfall ambulant in den Räumen der Onkologischen Schwerpunktpraxis und teilweise unter Verwendung tragbarer Pumpen auch zu Hause durchgeführt.
Bei unempfindlichen Tumoren und zur Verminderung von unerwünschten Wirkung ist auch eine an den Tag-Nacht-Rhythmus des Patienten angepaßte Behandlung (Chronomodulierte Chemotherapie) durchführbar.
Zu Ihrer Sicherheit bieten wir allen Patienten eine 24-Stunden-Rufbereitschaft durch einen Facharzt für Innere Medizin/Hämatologie und Onkologie an über:
Notfall-Handy: Tel. 0171/36 10 528!
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